Das Arbeitszeitkonto, Monat für Monat berechnet

Sollstunden aus dem Vertrag, geleistete Stunden, Überstunden, Minusstunden und Zeitausgleich: Chrontic führt einen fortlaufenden Saldo pro Person, und jeder Monat wird nach seinem Ende gesperrt.

Ein Saldo, dem alle folgen können

Ein Arbeitszeitkonto funktioniert nur, wenn Mitarbeitende, Führungskräfte und Lohnbuchhaltung dieselbe Zahl sehen. Chrontic berechnet sie aus dem Vertrag, den Zeiteinträgen, genehmigtem Urlaub und den Feiertagen, zeigt jeden Monat als eigene Zeile und überträgt den Saldo in den nächsten Monat.

Soll und Ist

Das Soll kommt aus dem Vertrag jeder Person: Stunden pro Wochentag, Arbeitsort und dessen Feiertage. Genehmigter Urlaub und Feiertage werden gutgeschrieben, ein freier Tag erscheint also nie als Fehlzeit.

Überstunden mit Obergrenze

Der Vertrag legt fest, wie viele Überstunden im Monat mit dem Gehalt abgegolten sind und wie viel Saldo höchstens in den nächsten Monat übertragen wird. Stunden über der Obergrenze bleiben als offene Verbindlichkeit erhalten.

Monate der Reihe nach sperren

Ist ein Monat vorbei, kann er gesperrt werden; sein Endsaldo wird damit festgeschrieben. Ein Monat lässt sich erst sperren, wenn der Vormonat gesperrt ist.

Minusstunden und Zeitausgleich

Erlaubt der Vertrag Minusstunden, wird ein Monat unter Soll übertragen und durch spätere Überstunden ausgeglichen. Zeitausgleich bucht einen freien Tag gegen den Saldo.

Auch für Mitarbeitende sichtbar

Jede Person sieht ihr eigenes Arbeitszeitkonto: eine Zeile pro Monat mit Anfangssaldo, Soll, Ist, Gutschriften, Zeitausgleich und Endsaldo. Der laufende Monat ist als laufend markiert.

Bereit für die Lohnabrechnung

Der Lohnexport prüft, ob jeder Monat gesperrt ist (eine Ausnahme ist möglich und wird protokolliert). Jede manuelle Korrektur braucht eine Begründung und bleibt in der Historie, und offene Überstunden- und Urlaubsverbindlichkeiten stehen für das ganze Unternehmen auf einer Seite.

Stand: 22. Oktober 2026

Was das Arbeitszeitkonto in Chrontic ist

Das Arbeitszeitkonto zeigt für jede Person, wie viele Stunden sie im Vergleich zu ihrem Vertrag mehr oder weniger gearbeitet hat. Ein gesetzliches Muster dafür gibt es nicht; Regeln wie die Obergrenze für Überstunden oder ob Minusstunden übertragen werden, stehen im Arbeitsvertrag, im Tarifvertrag oder in einer Betriebsvereinbarung. In Chrontic sind diese Regeln deshalb Bestandteile des Vertrags jeder Person und keine unternehmensweite Einstellung.

Jede Person hat ein Arbeitszeitkonto pro Beschäftigung. Es beginnt an einem festgelegten Tag mit einem übernommenen Saldo, zum Beispiel dem Stand aus einer früheren Tabelle oder einem anderen System. Was vor diesem Tag liegt, zählt nicht.

Soll, Ist und Saldo je Monat

Für jeden Monat rechnet Chrontic:

  • Soll: die vertraglichen Stunden pro Wochentag, abzüglich der Feiertage am Arbeitsort der Person.
  • Ist: die bestätigten Zeiteinträge des Monats. Einträge, die noch auf Bestätigung warten, zählen noch nicht.
  • Gutschriften: genehmigter Urlaub und andere bezahlte Abwesenheiten, ganze und halbe Tage. Ein Urlaubstag oder Feiertag erscheint deshalb nie als Fehlzeit.
  • Korrekturen: manuelle Gutschriften oder Abzüge, jeweils mit Begründung.
  • Saldo: der Anfangssaldo plus die Differenz des Monats, unter Berücksichtigung der Regeln aus dem Vertrag.

Ändert sich der Vertrag im Lauf des Monats, gilt für jeden Tag der Vertrag, der an diesem Tag in Kraft ist.

Überstunden, Obergrenze und Verbindlichkeiten

Zwei Werte im Vertrag steuern die Überstunden:

  • Abgegoltene Überstunden: wie viele Überstunden im Monat mit dem Gehalt abgegolten sind. Erst was darüber liegt, geht in den Saldo.
  • Obergrenze für den Übertrag: wie viel Saldo höchstens in den nächsten Monat übertragen wird.

Stunden über der Obergrenze werden beim Sperren des Monats nicht gelöscht, sondern als offene Verbindlichkeit erfasst. Alle offenen Überstunden- und Urlaubsverbindlichkeiten stehen auf der Seite Offene Verbindlichkeiten und lassen sich ganz oder teilweise ausgleichen, mit einer Notiz zu jedem Ausgleich. Solange ein Monat offen ist, zeigt Chrontic an, ob das Sperren eine Verbindlichkeit erzeugen würde.

Minusstunden und Zeitausgleich

Ob ein Monat unter Soll übertragen wird, ist eine Einstellung am Vertrag. Bei neuen Verträgen sind Minusstunden eingeschaltet: Der Saldo kann unter null fallen und wird durch spätere Überstunden wieder ausgeglichen. Ein negativer Saldo wird nie stillschweigend auf null gesetzt. Ist die Einstellung aus, bleibt der Saldo nach einem kurzen Monat unverändert.

Zeitausgleich ist eine eigene Abwesenheitsart: ein freier Tag oder halber Tag, der gegen den Überstundensaldo gebucht wird. Der Tag zählt im Monat wie Urlaub, seine Stunden werden vom Saldo abgezogen. Reicht der Saldo nicht, lehnt Chrontic den Antrag ab, es sei denn, der Vertrag erlaubt Minusstunden; dann ist der Antrag möglich, braucht aber eine Genehmigung.

Monate sperren, in fester Reihenfolge

Solange ein Monat offen ist, wird er bei jedem Aufruf neu aus den aktuellen Daten berechnet. Ist der Monat vorbei, kann er gesperrt werden: Der Endsaldo wird festgeschrieben und wird zum Anfangssaldo des nächsten Monats.

  • Ein Monat lässt sich erst sperren, wenn der Vormonat gesperrt ist.
  • Der laufende Monat und künftige Monate lassen sich nicht sperren.
  • In einem gesperrten Monat lassen sich keine Korrekturen buchen und keine Abwesenheiten mehr beantragen, genehmigen oder stornieren.
  • Wer einen Monat korrigieren muss, entsperrt ihn mit der entsprechenden Berechtigung; auch das wird protokolliert.

Der Lohnexport prüft, ob die exportierten Monate gesperrt sind. Eine Ausnahme ist möglich und wird ebenfalls protokolliert.

Für Mitarbeitende, Führungskräfte und Lohnbuchhaltung

  • Mitarbeitende sehen ihr eigenes Arbeitszeitkonto: eine Zeile pro Monat mit Anfangssaldo, Tagen, Soll, Ist, Gutschriften, Zeitausgleich, Differenz und Saldo. Der laufende Monat ist als laufend markiert und zählt das Soll nur bis heute.
  • Führungskräfte sehen die Monate der Personen, für die sie berechtigt sind, und können abgeschlossene Monate dort sperren, wo sie die Berechtigung dazu haben.
  • Lohnbuchhaltung und Controlling nutzen den Bericht Salden: Urlaub, Abwesenheiten, Überstundensaldo und offene Verbindlichkeiten für Unternehmen, Teams und Personen, mit CSV-Export.

Häufige Fragen

Wie übernehmen wir bestehende Salden in Chrontic?

Beim Anlegen einer Beschäftigung tragen Sie den Beginn des Arbeitszeitkontos und den übernommenen Saldo ein, von Hand oder per Import. Der erste Monat beginnt mit diesem Saldo.

Können Minusstunden für einzelne Verträge ausgeschaltet werden?

Ja. Minusstunden sind eine Einstellung am Vertrag. Ist sie aus, bleibt der Saldo nach einem Monat unter Soll unverändert, und Zeitausgleich ist nur bis zum vorhandenen Saldo möglich.

Was passiert mit Überstunden über der Obergrenze?

Sie werden beim Sperren des Monats als offene Verbindlichkeit erfasst und erscheinen auf der Seite Offene Verbindlichkeiten, bis sie ausgeglichen werden.

Zählen Zeiteinträge, die noch nicht bestätigt sind?

Nein. Das Arbeitszeitkonto zählt nur bestätigte Einträge, genau wie die Zeitberichte.

Kann ein gesperrter Monat noch geändert werden?

Nur nach dem Entsperren durch eine berechtigte Person. Danach lässt sich der Monat korrigieren und erneut sperren; beide Schritte werden protokolliert.

Können Mitarbeitende ihr eigenes Arbeitszeitkonto sehen?

Ja. Jede Person sieht ihre eigenen Monate mit Soll, Ist, Gutschriften und Saldo und kann die Übersicht als CSV oder PDF exportieren.

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